Erklärung

Da gegen uns zuletzt vermehrt schwerwiegende Vorwürfe verbreitet wurden, möchten wir die Gelegenheit nutzen, um unsere Sichtweise zu erläutern:

Im Vorfeld hatten wir über unsere Facebook-Seite bereits zweimal ausführlich unsere Sichtweise geschildert. Allerdings mussten wir feststellen, dass ungeachtet dessen nicht auf die von uns dargelegten Punkte eingegangen wurde, sondern wiederholt neue Vorwürfe gegen uns erhoben wurden.

Daher hier das Wichtigste zuerst:

Wir möchten klarstellen, dass wir gegen Fremdenhass in jeder Form sind und auch sonstiges rechtsextremes Gedankengut vollumfänglich und ausnahmslos ablehnen.

Zur Erläuterung: Gegen uns wird der Vorwurf einer rechten Gesinnung erhoben, oder dass wir zumindest mit Rechtsradikalismus kokettieren würden. Diese Vorwürfe basieren maßgeblich auf drei Behauptungen:

  1. Dem Namen unseres Verlags „Furor Teutonicus Games“
  2. Der Darstellung eines Risses auf einer Abbildung des provisorischen Covers
  3. Dem Verkauf von historischen Orden

Zum ersten Punkt:

Es wird behauptet, die Bezeichnung ‚Furor Teutonicus‘ werde abseits von historischen Abhandlungen hauptsächlich von Rechtsradikalen „[…] zur Darstellung der ‚deutschen Wut‘ gegen Migranten, Flüchtlinge, das System und den politischen Gegner […]“ (Zitat Alexander Resch, https://boardgamejunkies.de/wir-muessen-reden-der-deutsche-zorn-in-einem-wargame/) verwendet und dies würde bei einer Google-Recherche des Begriffs offenbar. Wir müssen jedoch feststellen, dass sich auch bei einer wiederholten Recherche auf der Suchmaschine Google keine Bestätigung dieser Aussage finden lässt. Die Recherche umfasste dabei die ersten fünf Google-Ergebnisseiten, die erste Ergebnis-Seite für die Bildersuche bei Google sowie weitere Suchmaschinen wie Bing oder Amazon. Hier findet man weit überwiegend und in den ersten und damit den nach dem Suchalgorithmus relevanten Seiten viele Ergebnisse und Abbildungen mit mythologischen, jedoch keine mit rechtsextremen Inhalten, die sich gegen Migranten, Schutzsuchende, das System oder den politischen Gegner richten.

Wer sich hiervon gerne selbst überzeugen möchte (Bitte den Inkognito-Modus verwenden):

Google:

Google.de

Bing:

bing.com

Amazon:

Amazon.de

Außerdem äußerte sich der Kolumnenautor zuvor wie folgt auf Twitter:

Zu Beginn der Twitterkampagne gibt der Autor zu, dass man wohl Beobachter der
rechten Szene sein muss, um von der Verwendung des Begriffs in der Szene zu wissen.
In der Kolumne ist es dann bereits so dargestellt, als sei es allgemein bekannt und durch eine Google-Suche des Begriffs lande man umgehend auf Shops, die rechtsradikale Motive verkauften.

Überdies konnten wir feststellen, dass die Bezeichnung ‚Furor Teutonicus‘ sehr wohl auch abseits von historischen Abhandlungen über die Teutonen verwendet wird. Beispielhaft sei hier die Verwendung des Begriffs als EP-Titel (Metallica), Songtitel (Rebellion, Heidevolk), als Funny-Serie oder auch als Name für ein TabletopTurnier (Infinity the Game) zu nennen.

Metallica – Furor Teutonicus:

https://www.musik-sammler.de/media/108958/

Rebellion – Furor Teutonicus:

https://www.youtube.com/watch?v=RXc7Pd7-Gdo

Heidevolk – Furor Teutonicus:

https://www.youtube.com/watch?v=Hsem83orRHM

Funny:

http://www.kaukapedia.com/index.php/Furor_Teutonicus

Tabletop Turnier:

https://starlords-pb.jimdo.com/german-satellite-2019/

Des Weiteren handelt es sich um eine Bezeichnung mit je nach Epoche variierenden historischen Kontexten. Für eine Firma, die Spiele mit historischem Hintergrund für verschiedenste Epochen herstellt, ist dies eine hilfreiche Konnotation.

Es stimmt, dass die rechte Szene generell gerne Begrifflichkeiten aus der germanischen oder deutschen Mythologie missbraucht, um ihr wirres Gedankengut einfacher transportieren zu können. Und auch sonst wird vor nichts zurückgeschreckt, wie die rechtsextreme Gruppe „Besseres Hannover“ beweist.

Wenn wir jedoch jede Begrifflichkeit und jedes Thema, welches extreme Gruppen für sich beanspruchen, aufgeben und die Aufarbeitung den extremen Gruppen überlassen, dann dürften wir mit unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung bald am Ende sein.

Denn dieser Argumentationslogik nach müsste auch auf die Verwendung von Begriffen wie bspw. „Betreuen“, „Eintopf“ und „Kulturschaffende“ verzichtet werden, welche in unserem Sprachgebrauch auf vielfältige Weise Verwendung finden. Von politischen Themen ganz zu schweigen.

Die in der rechten Szene gerne genutzte mythische Gestalt Thor ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch etablierte Unternehmen derlei missbrauchte Begriffe dennoch öffentlich verwenden und der Rechten Szene nicht die Deutungshoheit über die Sprache überlassen. Beispielsweise nennt der Autohersteller Volvo seinen Scheinwerfer ‚Thor’s Hammer‘ und es gibt eine populäre Filmreihe mit dem Namen ‚Thor‘:

https://rp-online.de/leben/auto/volvo-schwingt-thors-hammer_aid-18588863

https://de.wikipedia.org/wiki/Thor_(Film)

Man beachte zudem folgendes Zitat: „Die Besetzung des dunkelhäutigen Idris Elba für die Rolle des Heimdall sorgte sowohl unter Comicfans[40] als auch unter Anhängern der rassistischen White SupremacyIdeologie, die sich der nordischen Mythologie verbunden fühlen[41], für Unmut.“

Kann daraus nun im Umkehrschluss pauschal gefolgert werden, dass jeder Fan der Comicvorlage gleichzeitig Rassist sein muss? Oder auf uns bezogen: Kann man hier pauschal folgern, dass wir Neonazis seien, weil auch Rechtsradikale den Begriff ‚Furor Teutonicus‘ verwenden?

Die angesehene Firma Steiff hat schließlich auch nicht aufgehört, Teddys zu vertreiben, nachdem Rechtsextreme den Teddy für ihre Zwecke mißbraucht haben:

https://www.endstation-rechts.de/news/abschiebaer-beschlagnahmt-rechtsextremes-puppentheater-am-ende.html

 

Zum zweiten Punkt:

Auf der Website war für zwei Tage ein veralteter, nicht für die Veröffentlichung vorgesehener Coverentwurf zu sehen, auf dem die Trennlinie der beiden sich gegenüberstehenden Akteure als Rissandeutung dargestellt war. Daher befinden sich auf dieser Grafik auch weder Verlagsname, noch Logo. Hingegen ist am oberen Rand deutlich der Schriftzug „xxxxxxxxxxxxxx Series“ zu erkennen.  Hätten wir diese vorläufige Version zur Vermarktung benutzen wollen, hätten wir wohl kaum die finale Version ohne diesen Riss hergestellt.

Darüber hinaus erscheint es äußerst fragwürdig, uns zu unterstellen, wir würden versuchen Rechtsextreme als Zielgruppe zu erreichen, obschon wir wissen (was wir auch in den zitierten Facebook-Posts klar gemacht haben), dass alle uns bekannten CoSim-Spieler (wie auch wir) rechtsradikales Gedankengut strikt ablehnen und man von daher ein solches Produkt nicht im Markt platzieren könnte. Dies spiegelt sich auch in der Haltung der GHS ausdrücklich wieder:

https://ghs-kosim.de/index.php/ghs-stellt-klar.

Diesem Standpunkt haben wir uns als Verlag und Mitglieder ebenfalls verschrieben.

Die Unterstellung, es handele sich bei der fraglichen horizontalen Trennlinie um eine Sigrune, ist darüber hinaus derart fehlgehend und böswillig interpretiert, dass  wir in der Annahme bestärkt wurden, dass unsere Äußerungen auch in Folge-Posts in ähnlicher Weise unsachlich interpretiert werden würden und wir uns auch in der Folge gegen verallgemeinernde, unsachliche Anschuldigungen hätten verteidigen müssen, sodass dies einem Kampf gegen Windmühlen entspräche.  Aus diesem Grund haben wir die Facebook-Seite deaktiviert.

Hier kann sich jeder selbst einen Eindruck von dem besagten Coverentwurf verschaffen, der kurzzeitig sichtbar gewesen ist:

Hier ist unser Webshop zu finden:

https://www.furor-teutonicus.com/

Und hier die Produktdetailseite:

https://www.furor-teutonicus.com/produkt/crossing-the-line-aachen-1944/

Es bleibt fraglich, ob der Autor der Band KISS die gleichen Vorwürfe machen würde?

https://www.burnyourears.de/live/667-kiss-cinder-road-olympiahalle-munchen.html

 

Zum dritten Punkt:

Es ist richtig, dass wir Replikate historischer Orden verkauft haben. Dabei handelte es sich um Orden aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, ebenso übrigens wie aus der Zeit des Ersten Weltkriegs und aus noch früheren Epochen der Geschichte.

Um unseren Bezug zu der Sache einmal darzustellen und um zu zeigen, dass nicht-rechtsradikale an diesem Thema ebenfalls interessiert sein können:

Ein guter Freund von uns – ein Phalerist – hatte uns vor Beginn unserer geschäftlichen Tätigkeiten seine Ordenssammlung gezeigt. Neben staatlichen Auszeichnungen, wie Verdienstorden, Ehrenzeichen oder Medaillen, hatte er auch Auszeichnungen halbstaatlicher oder privater Organisationen und natürlich Auszeichnungen von Vereinen oder deren Abzeichen. Es war schon faszinierend, wer alles für welche Anlässe Orden verteilt. Neben den geschichtlichen Hintergründen waren besonders Vorschriften, Statuten oder die gesetzlichen Grundlagen interessant. Im Gegensatz zu anderen Sammelgebieten kam hier bei vielen Stücken noch ein hohes Maß an handwerklichem Geschick hinzu, das man bewundern konnte. Zu jedem Stück konnte er eine interessante Geschichte erzählen und die Welt hinter den Orden damit beleben.

Er berichtete, dass für eigentlich gängige Orden Höchstpreise gezahlt würden und viele Replikate schlecht, überteuert und meist von dubioser Herkunft seien. Unser Ehrgeiz war geweckt und wir fanden erstaunlich leicht einen Hersteller mit guter Qualität und geringem Preis. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Orden waren übrigens eher gering.

Zu unseren Kunden gehörten Theaterhäuser, Requisiteure, Ausstellungen und militärhistorisch interessierte Privatpersonen.

Im Übrigen wollen wir festhalten, dass es sich hier um Orden handelt, die ausschließlich für militärische Verdienste verliehen wurden, deren Träger sicherlich nicht alle überzeugte Nationalsozialisten waren und unter denen sich im Übrigen auch Widerstandskämpfer befanden. Somit kann nicht pauschal unterstellt werden, es handele sich um „Nazi-Replika“.

Hier ein paar mit derartigen Orden ausgezeichnete Widerstandskämpfer (Beispiele):

https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Freiherr_von_Boeselager

https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_von_Boineburg-Lengsfeld

https://de.wikipedia.org/wiki/Axel_von_dem_Bussche

Es wurde argumentiert, dass gerade Neonazis diese Auszeichnungen kaufen würden. Auch auf Twitter wurde suggeriert, dass die Käufer der Orden überwiegend Neonazis seien:

Dies ist in Unkenntnis unserer Kundendatei als reine Spekulation zurückzuweisen. Auf unserem Ebay-Profil kann öffentlich eingesehen werden, dass wir Lob für die Qualität der Orden bekommen haben. Die Bewertungen geben darüber hinaus keinerlei Aufschluss darüber, ob der jeweilige Kunde ein Neonazi ist oder nicht. Auch kann man keine rechtsradikalen Profile ausmachen, wenn man auf den Namen des Kunden klickt. Dies haben wir intern für die Profile der ersten drei Seiten der Kommentare überprüft.

Hier beispielhaft ein solches Kundenprofil:

 Hier wird somit auf unsachlicher Ebene und ohne weitere Belege unterstellt, dass die Kunden dieser Replikate überwiegend Neonazis sein müssten.

Hier zudem die Bewertungsseite unseres Shops:

https://feedback.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewFeedback2&ftab=AllFeedback&userid=bruncken-gebhardt_gbr&iid=-1&de=off&items=25&interval=0&searchInterval=30&mPg=71&page=1

Jedenfalls ist es überaus unangemessen, auf Basis von bloßen Spekulationen derartig rufschädigende Vorwürfe zu verbreiten.

Von rechtsgesinnter Käuferschaft wollen wir uns dennoch ausdrücklich distanzieren. Auf den Screenshots der Produktseiten kann man auch sehen, dass wir die Angebote schlicht und neutral und in keiner Weise werblich auf rechtsradikale Kundschaft ausgerichtet hatten:

Nachdem die Vorwürfe im Raum standen, dass wir mit dem Ordensverkauf Rechte Ideologien fördern würden, haben wir unsere Handlungsweise kritisch hinterfragt und auch in unserem Umfeld recherchiert. Das Ergebnis war, dass uns mehrheitlich angeraten wurde, auf den Verkauf zu verzichten, da dies im Zusammenhang mit den Vorwürfen ein großes Potential für falsche Schlüsse birgt und unser Ruf nachhaltig geschädigt werden würde.  

Auch wurde von der GHS e.V. unsere Handlungsweise kritisch hinterfragt, als die ersten Vorwürfe erhoben wurden. Die vorgebrachten Argumente haben uns überzeugt, woraufhin wir den Verkauf von Ordensreplika allgemein eingestellt haben.

Überdies haben wir in der Vergangenheit nachweisbar einen nicht unbeträchtlichen Teil des Gewinns aus dem Verkauf ebendieser Orden für den Schutz und die Integration von Flüchtenden gespendet, wie wir beispielhaft mit dieser Spendenquittung belegen können:

Der Vorstand des Vereins ArtAsyl e.V. wird diese Tatsache sicher auch gerne bestätigen.

Diese Einnahmen stehen nun für Spendenzwecke leider nicht mehr zur Verfügung.

Mitnichten wollen wir hier Spuren verwischen, wie uns unterstellt wird.

Die Kolumne:

Die gegen uns gerichteten Vorwürfe sind in einem populistischen Artikel abgefasst worden, der den Anschein erwecken soll, er sei gut recherchiert. Dabei zeigen einfachste Recherchen, dass dem nicht so ist.

Es wurde betont, dass keine Absicht bestünde, uns eine rechte Gesinnung vorwerfen zu wollen. Auf der anderen Seite werden haarsträubende Vergleiche und scheinbar logische Schlüsse derart tendenziös konstruiert, dass ein unkritischer Leser nur zu dem Schluss kommen kann, wir wären äußerst rechtsextrem.

Bereits das Titelbild der Kolumne zeigt eine Figur, die ein deutlich erkennbares Hakenkreuz wegwirft. Hierdurch wird bereits einleitend eine Nähe unserer Firma zu Hakenkreuzen suggeriert und ein Bild vorgezeichnet, das der unsachlichen Darstellung des Autors dient und die folgende Argumentation erleichtert, indem er das allgemeine Anstandsgefühl des unkritischen Lesers ausnutzt.

Zu unserer Person:

Wir finden ein persönliches Engagement gegen Rechts nicht nur gut, sondern auch immens wichtig für unsere Gesellschaft. Wir engagieren uns beide persönlich selbst für den Schutz und die Integration von Flüchtenden. Eine Bestätigung dieser Aussagen hätte bei einer Recherche zu unseren Personen leicht gefunden werden können:

Patrick Gebhardt:

https://newsroom.unitymedia.de/pressemitteilungen/artasyl-unitymedia-spendet-1-000-euro/

https://newsroom.unitymedia.de/wp-content/uploads/2019/02/Pressemitteilung.-PDF.pdf

Julius Bruncken:

Einen Vergleich zwischen „dem berühmtesten Neonazi Deutschlands“ („SS-Siggi“) zu unserem ehrenamtlichen Engagement herzustellen, halten wir schlicht für vollkommen verfehlt und nicht tolerierbar. Wir stehen in keinerlei Bezug zu Neonazis oder zu rechtsextremem Gedankengut. Es wurde unsererseits zudem nie auch nur ein Gedanke daran verschwendet, damit zu kokettieren.

Unser Handeln wurde mit selektiven Fakten wie Hitler-Referenzen, Wut auf Migranten und sogar dem Holocaust in Verbindung gesetzt.

Wir werden uns auch zukünftig mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln gegen solche rufschädigenden Behauptungen wehren. Hier wird ohne sachliche Fundiertheit massiv in unsere grundrechtlich verankerten Persönlichkeitsrechte eingegriffen.

Es sei noch erwähnt, dass bis heute abgesehen von den öffentlichen Postings auf Facebook kein Versuch unternommen wurde, mit uns persönlich in Kontakt zu treten. Anderen Gruppen und Personen, die diesbezüglich Klärungsbedarf angemeldet haben, haben wir gerne und lange Auskunft gegeben.

Auch seitens der GHS e.V. haben diesbezüglich mehrere Personen zahlreiche längere Gespräche mit uns geführt, Belege für unsere Aussagen eingefordert und auch nicht mit Kritik gespart – diese wurde aber immer fair und sachlich geäußert.

Köln, den 24.06.2019 Julius Bruncken, Patrick Gebhardt


Der Vollständigkeit halber sei hier auch unsere zweite Stellungnahme von Facebook im Wortlaut aufgeführt, die im Blogartikel vom Verfasser nicht übernommen wurde:

Hallo Herr Resch,

wir sind ebenso wie Sie über Rechtsextremismus in Deutschland besorgt und haben uns bereits in der ersten Antwort an Sie deutlich von diesem Gedankengut distanziert.
Wir möchten zunächst darauf hinweisen, dass nicht jede Grafik, die einer Zick-Zack-Linie folgt auch eine Siegesrune darstellt wie Ihnen bei Ihren tiefgreifenden Kenntnissen der Nazisymbolik auch aufgefallen sein müsste. Die Grafik auf dem Cover ist bloß eine optische Trennlinie zwischen den dargestellten Nationen, wobei die Rissandeutung in der Mitte optisch die dramatik steigert und harmonie reduziert. Eine Unterstellung, es würde sich hierbei um eine Sigesrune Handeln, ist derart fehlgehend, dass man – ohne es Ihnen unterstellen zu wollen – meinen könnte, Sie könnten Nazisymbolik auf jedem Spiele-Cover erkennen, wenn Sie nur lang genug hinsehen. In der finalen Version der Box ist der Blitz außerdem gar nicht vorhanden, das Bild auf der Website ist von einer früheren Version des Designs und bisher einfach noch nicht ausgetauscht worden.

Um auf Ihre Interpretation des Begriffes „Furor Teutonicus“ zurückzukommen: Es handelt sich hierbei um einen Begriff, der mit Rechtsradikalismus in erster Linie nichts zu tun hat, wie auch der von Ihnen zitierte Wikipedia-Artikel belegt. Dass er von Rechtsextremen missbraucht wird, weil er von ihnen missverstanden wird, macht den Begriff nicht mehr und nicht weniger zu einem rechtsradikalen Ausdruck. Im Netz und auch in der Geschichte wurde der Begriff seit jeher im Zusammenhang mit verschiedenen Epochen verwendet und steht in keiner Weise symbolhaft oder stellvertretend für Rechtsradikalismus oder Fremdenfeindlichkeit. Der Name soll lediglich mit einem Augenzwinkern so verstanden werden, dass wir mit unseren Spielen den etablierten US-geprägten Nischenmarkt „angreifen“

Ihre Idee, dass Rechtsextreme unsere Zielgruppe sein könnten zeigt, dass Sie wohl noch nicht viel Erfahrung mit COSIM-Spielen gesammelt haben, denn sonst wüssten Sie, dass in dieser Szene für Rechte kein Platz ist.
Wenn Sie sich in unangemessener Weise daran erinnert fühlen, wo denn die deutsche Agression hingeführt hat, dann liegt das nicht maßgeblich an dem Namen des Verlags, sondern vielmehr an dem Spieleinhalt, dessen Thema der zweite Weltkrieg ist, der unmittelbar mit dem von Ihnen besagten Leid zusammenhängt. In diesem Fall sind COSIM-Spiele vielleicht nicht die richtige Beschäftigung für Sie, da das Thema des zweiten Weltkriegs (und damit auch das von agressiven Deutschen) recht häufig der Gegenstand ist.

Das Spiel „Crossing the Line“ ist mit vielen Mühen von Hobby-COSIM-Spielern für andere COSIM-Fans in internationaler Zusammenarbeit kreiert worden. Hier hat rechtsradikales Gedankengut von vorneherein keinen Platz und daher werden wir auch entsprechende Maßnahmen treffen, um hinreichend zu verdeutlichen, wie fernliegend es uns ist, Rechtsradikalismus in irgendeiner Weise zu fördern. Sollten Sie weitere abwegige Theorien aufstellen, die belegen sollen, wie rechtsextrem wir als Hersteller denn sein müssten, werden wir darauf nicht eingehen, da wir nun hinreichend deutlich gemacht haben, wie wir dazu stehen. 

Herzliche Grüße,